• Vanessa Stammnitz

Digitalisierung 4.0: Das erwartet Unternehmen und Arbeitnehmer

Aktualisiert: 15. Nov 2019



Digitalisierung 4.0 – Chance und Risiko zugleich. Während sich viele Unternehmen und Arbeitnehmer auf die Zukunft freuen, sind andere noch zögerlich und haben sogar Existenzängste – zu Recht? Was diese Veränderungen konkret für beide Seiten bedeuten, verrate ich Ihnen in diesem Beitrag.


Was versteckt sich hinter dem Begriff Digitalisierung 4.0?



Kaum ein Artikel in einer Fachzeitschrift oder ein Beitrag auf einem Wirtschaftsblog, der ohne das Schlagwort Digitalisierung 4.0 auskommt. Doch was ist damit gemeint?


Übergreifend kann man es als Veränderungsprozess beschreiben, der sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer betrifft. Eine zunehmende Vernetzung von Geschäftsprozessen, Maschinen und Anlagen wird unseren zukünftigen Arbeitsalltag nachhaltig prägen. Dazu gehört vor allem eine stärkere Automatisierung, die Abläufe in Unternehmen beschleunigt und dabei Fehler minimiert.


Doch auch neue Kommunikationsarten und Medien, die die Zusammenarbeit zwischen Kunden und Mitarbeitern revolutionieren, sind Veränderungen, auf die wir uns einstellen müssen. Digitalisierung 4.0 ermöglicht das ortsunabhängige Arbeiten. Damit werden sich Unternehmen immer internationaler ausrichten und der Kollege wird nicht mehr nur im Nachbarbüro sitzen, sondern vielleicht in New York oder Bangkok.


Doch wo Veränderungen stattfinden und sich Chancen ergeben, sind verständlicherweise auch viele Unsicherheiten präsent. Was bedeutet dieser Veränderungsprozess für Sie?




Unternehmen im Wandel – Digitalisierung 4.0




Sind Sie schon digital? Viele Unternehmen würden diese Frage mit einem klaren "Ja!" beantworten. Der Einsatz eines internen Kommunikationskanals, der die E-Mail ersetzt und eine automatisierte Buchhaltung sind jedoch nur kleine Schritte in Richtung Digitalisierung 4.0.


Digitale Unternehmen benötigen natürlich eine Software, wie zum Beispiel SAP S/4 Hana, die sämtliche Abteilungen miteinander verbindet. Damit arbeiten einzelne Bereiche nicht nur deutlich enger zusammen, es hebt die Transparenz der einzelnen Prozesse auf eine neue Ebene.


Was macht der Kollege im Nachbarbüro (oder eben in New York und Bangkok) überhaupt und welchen Einfluss hat das auf meine Arbeit? Je mehr Einblick Mitarbeiter in die Geschäftsprozesse haben, desto klarer wird auch die Wichtigkeit der eigenen Tätigkeit.


Ein weiterer Aspekt, der durch die Digitalisierung 4.0 und den Einsatz von moderner Software unterstützt wird, ist die konkrete Fehlerminimierung. Prozesse laufen zunehmend automatisiert und mit internen Prüfungsverfahren ab und der Computer ist nicht mehr nur Hilfsmittel, sondern "denkt" mit.


Rechenfehler in der Buchhaltung, falsche Lieferungen durch fehlerhafte Eingabe der Bestellung – solche "kleinen" Fehler, die Unternehmen oft hohe Summen kosten, werden in Zukunft deutlich minimiert.


Doch auch Mitarbeiter, die diese Software bedienen, überwachen und anpassen können, werden immer wichtiger. Während vor einigen Jahren noch viele Unternehmen auf externe Teams zur Einführung einer SAP Software gesetzt haben, ist der Trend nun rückläufig. Denn nach einer erfolgreichen Implementierung ist nicht Schluss.


Digitalisierung 4.0 bedeutet auch konstanten Wandel. Geschäftsprozesse werden nicht nur angepasst, sondern kontinuierlich überprüft und ausgebaut. Ein internes Team ist daher ein strategischer Vorteil.


Doch einfach ist die Suche nach dem richtigen Mitarbeiter nicht. Der Fachkräftemangel in Deutschland beweist es. Daher lassen sich viele Unternehmen – egal, ob Start-up, Mittelstand oder Großkonzern – bei der Suche nach neuen Kollegen von einer Personalberatung unterstützen.


Dabei ist es wichtig, dass der Personalberater bereits Erfahrung in der IT und SAP Branche hat, sonst gleicht der Prozess der bekannten Suche nach der Nadel im Heuhaufen.


Was Unternehmen zu Zeiten der Digitalisierung 4.0 bei der Wahl der richtigen Personalberatung beachten sollten, habe ich Ihnen in einem ausführlichen Beitrag zusammengestellt: SAP Personalberatung: Wie Traumjob und Wunschkandidat zusammenfinden.




Digitalisierung 4.0: Welche Skills braucht der Arbeitnehmer?



Nicht nur Unternehmen spüren die Veränderungen. Auch für Arbeitnehmer wird sich der Tag im Büro anders gestalten. Viele fürchten sich vor der Zukunft und haben Sorge um ihren festen Arbeitsplatz. Ersetzt die Digitalisierung 4.0 nicht die menschliche Arbeitskraft?


Klare Struktur, klare Aufgabe, klarer Kompetenzbereich – so sieht die Arbeitswelt für viele heute aus. Doch diese Strukturen brechen auf, Arbeitsbereiche wachsen zusammen und Teamwork ist gefragt. Und bei diesen Umbrüchen ist an Stillstand nicht zu denken. Doch das bedeutet nicht, dass Sie als Arbeitnehmer morgen schon keinen Job mehr haben.


Es bedeutet aber, dass die Digitalisierung 4.0 neue Fähigkeiten und Skills fordert. Eigeninitiative, technologische Fähigkeiten und Kreativität sind gefragt. Der Blick über den Tellerrand und die Bereitschaft, neue Aufgaben zu übernehmen, werden in Zukunft essentiell sein.


Auf welche Skills müssen Sie als Arbeitnehmer in Zukunft besonders achten?


Kommunikationsvermögen

In Zukunft wird Kommunikationsstärke an Bedeutung gewinnen. Denn es stimmt zwar, dass Computer wiederkehrende Tätigkeiten übernehmen können, aber Strategie und Planung sind weiterhin Bereiche, die nur von Mitarbeitern erledigt werden können. Auch Teamwork wird an Wichtigkeit zunehmen und auch das funktioniert nur, wenn Menschen miteinander reden und sich austauschen.


Technologisches Verständnis

Technologien entwickeln sich in einem rasanten Tempo. Daher bedeutet Digitalisierung 4.0 für Sie eine große Portion Lernbereitschaft im technischen Umfeld. Dabei dürfen Sie sich nicht darauf verlassen, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen eine Liste mit Fortbildungen auf den Schreibtisch legt. Eigeninitiative ist gefragt: Was bringt Sie und das Unternehmen weiter? Welche Veränderungen stehen an? Halten Sie die Augen offen.


Sprachen

Digitalisierung 4.0 bedeutet neben der zunehmenden Vernetzung auch eine Internationalisierung der Unternehmen. In der Softwarebranche sind verhandlungssichere Englischkenntnisse mittlerweile Standard. In Zukunft wird das auch für Unternehmen in anderen Bereichen wichtig. Sprachliche Skills, auch über das Englische hinaus, werden daher gefordert. Der Vorteil für Sie: Sie können jederzeit eine neue Sprache lernen oder auch Grundkenntnisse aus der Schule auffrischen.


Flexibilität

Die Digitalisierung 4.0 wird eine ganze Menge neuer Arbeitsmodelle mit sich bringen. Home Office, Meetings via Skype, Zoom und Co. sowie Arbeitszeiten, die über das übliche 9 to 5 hinausgehen, sind nur einige davon. Durch die Arbeit am Computer sind viele Arbeitnehmer auch heute schon nicht mehr an den Schreibtisch und die vorgegebenen Arbeitszeiten des Unternehmens gebunden, auch wenn das hauptsächlich noch so praktiziert wird.


In Zukunft werden diese Arbeitsmodelle aufbrechen und die Optionen sind vielfältig. Das bringt vor allem Vorteile für Arbeitnehmer mit sich: Sie arbeiten lieber früh morgens oder spät abends, am heimischen Schreibtisch oder doch lieber im Büro? In Zukunft können Sie das frei entscheiden.


Doch natürlich werden Meetings weiterhin stattfinden und die Zusammenarbeit mit Kollegen, die vielleicht in anderen Zeitzonen sitzen, zunehmen. Daher ist auch Flexibilität gefordert.


Die Digitalisierung 4.0 ist ein spannendes Thema. Das rasante Tempo, in dem sich Arbeitsmärkte verändern, werden Unternehmen wie auch Arbeitnehmer vor neue Herausforderungen stellen. Doch haben Sie keine Angst vor der Zukunft. Nutzen Sie die Chance, an diesen Veränderungen zu wachsen und freuen Sie sich darauf, dass Ihr Arbeitsalltag auch in der kommenden Zeit sicher nicht langweilig wird.


Wie stehen Sie zur Digitalisierung 4.0 – Chance oder Risiko? Ich freue mich auf eine Diskussion in den Kommentaren mit Ihnen.


P.S.: Aus Gründen der Lesbarkeit verwende ich nur die männliche Form der Berufsbezeichnungen. Ich unterstütze sehr gern alle Bewerber jeglichen Geschlechts bei der Jobsuche! #weareallhuman